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Glanzstück Hamburgs: NDB sichert die "Schwimmoper" für die Zukunft

Die Alsterschwimmhalle – von den Hamburgern liebevoll „Schwimmoper“ genannt – zählt zu den bekanntesten Bädern Deutschlands. 

Unser Projekt

Nur wenige Minuten von der Außenalster entfernt fanden hier bereits zahlreiche nationale und internationale Schwimmwettbewerbe statt. Mit ihrem schwungvollen Schalendach ist sie nicht nur ein sportlicher Treffpunkt, sondern auch ein architektonisches Wahrzeichen der Stadt.

Ihr imposantes Dach gehört zu den größten Schalenbauwerken weltweit. Mit einer Spannweite von 96 Metern und nur 8 cm Betonstärke an der dünnsten Stelle gilt es als Meisterwerk der Baukunst. Entworfen wurde es 1963 von den Architekten Horst Niessen und Rolf Störmer, eröffnet 1973. Dem Wunsch nach einem modernen, stützenfreien Schalendach folgend, entstand ein Bauwerk, das bis heute architektonisch einzigartig ist. Aufgrund des Denkmalschutzes durfte das Dach im Rahmen der Sanierung nicht verändert werden – was die Arbeiten besonders anspruchsvoll machte.

Denn diese Art der Überdachung bringt einige Vorteile mit sich. Ein Schalendach kann große Flächen ohne innere Stützen überspannen, was für ein Hallenbad von Vorteil ist. Dadurch, dass keine zusätzlichen Stützen benötigt werden, entstehen im Innenraum des Gebäudes weite, ungestörte Flächen. Das Dach war aber auch die größte Herausforderung im Rahmen der Sanierung. Dächer dieser Art werden heutzutage zwar nicht mehr errichtet, es gibt zeitgemäßere, einfachere und kostengünstigere Möglichkeiten, allerdings durften hier aus Gründen des Denkmalschutzes weder Form noch Struktur verändert werden.

Unsere Aufgabe war die vollständige Erneuerung der Blitzschutz- und Erdungsanlage. Dafür wurden rund 8.000 Meter Leitungen verlegt – etwa ein Viertel davon für die Potentialsteuerung der Becken. Besonders anspruchsvoll war die Montage der Fangeinrichtungen auf der nahezu senkrechten Dachfläche. Knapp 1.000 Dachleitungshalter mussten befestigt werden. Zusätzlich wurde an 29 Stellen die Betonattika geöffnet, ein V4A-NIRO Rd. 16mm Wellenstahl eingesetzt, mit der Bewehrung verschweißt und wieder abgedichtet.

Auf diese Anschlussstücke kamen schließlich spezielle Fangstangen, die das Dach dauerhaft vor direkten Blitzeinschlägen schützen. Nach einer dreijährigen Bauzeit wurde die „Schwimmoper“ im November 2023 wiedereröffnet.

Neben der technischen Sanierung wurde die Wasserfläche von 1.400 m² auf über 2.000 m² erweitert und die gesamte Fensterfront durch modernes Thermoglas ersetzt.

Über die gesamte Bauphase hinweg war unser Obermonteur Armin Rausch verantwortlich vor Ort – tatkräftig unterstützt von Kolleginnen und Kollegen aus fast der gesamten Montage. Ihnen allen gilt unser Dank für den besonderen Einsatz bei diesem außergewöhnlichen Projekt. Mit der erfolgreichen Sanierung bleibt die Alsterschwimmhalle ein fester Bestandteil des Hamburger Stadtlebens und zugleich ein bedeutendes Zeugnis moderner Architekturgeschichte.

Bilderstellung: Marcus Bredt

Fakten

Über die Alsterschwimmhalle
  • Eröffnet: 1973
  • Standort: Hamburg, nahe der Außenalster
  • Besonderheit: Schalendach mit 96 m Spannweite und nur 8 cm Betonstärke
  • Status: Denkmalgeschütztes Architekturwahrzeichen
Über das Projekt
  • Vollständige Erneuerung der Blitzschutz- und Erdungsanlage
  •  Verlegung von rund 8.000 m Leitungen
  • Montage von ca. 1.000 Dachleitungshaltern
  • 29 Attikaöffnungen mit V4A-NIRO Wellenstahlanschlüssen
  • Bauzeit der Gesamtsanierung: 3 Jahre, Wiedereröffnung 2023

Unsere Leistungen

Planung, Beratung und Ausführung

Kompetente Beratung und Ausführung

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Äußerer Blitzschutz

Schlüsselfunktion mit wirksamen Schutz

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Erdungsanlage

Die Basis für Sicherheit und Funktion

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