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Pressemitteilung

Stader Firma: Brian Häßler schützt und rettet alte Gebäude

10.03.2026

Feuchte und kaputte Mauern sind Brian Häßlers Spezialgebiet. Der 21-Jährige ist Holz- und Bautenschützer. Den Beruf gibt es erst seit wenigen Jahren.

Stade. Lieber ins Handwerk als ins Büro - das wusste Brian Häßler schnell, nachdem er mehrere Praktika gemacht hatte. Sein Traum: als Maurer neue Häuser bauen. Heute ist er froh, dass er stattdessen eine Ausbildung zum Holz- und Bautenschützer gemacht hat.

Holz- und Bautenschützer sanieren und retten Gebäude

„Den Beruf gibt es erst seit zwölf Jahren, deswegen haben vielleicht viele noch nie davon gehört“, sagt Brians Ausbilder Tim Schlichting. Schlichting ist gelernter Maurer und arbeitet seit gut zehn Jahren bei der Norddeutschen Bausanierung in Stade. Die Firma ist 2014 aus der Sanierungsabteilung von NDB Technische Systeme GmbH & Co. KG und der Lindemann GmbH hervorgegangen und ist Teil der NDB-Gruppe.

Seitdem bildet das Unternehmen zwei bis drei Holz- und Bautenschützer pro Jahrgang aus und stellt in Kooperation mit der Schule in Rendsburg einen Großteil der Azubis deutschlandweit.

„Holz- und Bautenschützer sanieren und retten Gebäude“, sagt Brian Häßler. Unter anderem, indem sie Schäden durch Feuchtigkeit, Schimmel, Pilze oder Holzschädlinge an Holzkonstruktionen und Mauerwerk beseitigen.

Sie analysieren Bauschäden, dichten Gebäude ab, führen Holzschutzmaßnahmen durch und sanieren feuchte Wände, um die Bausubstanz langfristig zu sichern. Weil der Sanierungsstand in Deutschland so hoch ist, werden sie dringend gebraucht.

Speziell, vielseitig und mit guten Verdienstmöglichkeiten

Der Job sei sehr speziell, aber auch sehr vielseitig, sagt Brian Häßler. Auf der Baustelle gebe es keine Routine, sondern immer neue und andere Probleme, die gelöst werden müssen. Das sei spannend.

Außerdem verdienen Holz- und Bautenschützer nicht schlecht. Azubis bekommen zwischen 880 und 1.600 Euro brutto, Gesellinnen und Gesellen verdienen 3.300 bis 3.500 Euro monatlich.

Holz- und Bautenschützer müssten auch nicht ganz so viel schleppen wie Maurer, das mache den Job womöglich für Frauen attraktiver.

Wer sich für den Job interessiert, sollte aber auf jeden Fall körperlich belastbar, handwerklich geschickt und möglichst schwindelfrei sein. Zum Arbeitsbereich gehören nämlich auch Brückenpfeiler, Hochhäuser, Kirchturmmauern oder Dachstühle.

Brian Häßler hat sich im dritten Lehrjahr auf Abdichtungs- und Verpressarbeiten im Bautenschutz spezialisiert. Im Einsatz ist er deswegen häufig in Kellern von Altbauten. Die seien hinterher nicht mehr moderig und vergammelt, sondern hätten Neubaustandard. „Es ist ein tolles Gefühl, ein Gebäude zu retten“, sagt der Bremervörder.

Zweiter Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Handwerk

Er ist in seinem Job so gut, dass er im vergangenen Jahr den zweiten Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Handwerk belegte. Insgesamt nahmen 3.000 junge Handwerkerinnen und Handwerker teil. Ausgezeichnet werden die jahrgangsbesten Gesellinnen und Gesellen, die sich vorher auf Kammer- und Landesebene und schließlich gegen die Konkurrenz aus dem gesamten Bundesgebiet durchgesetzt haben.

Brian Häßler möchte sich als Geselle noch weiterbilden und unter anderem den sogenannten Injektions- und den Gelschein machen. Im Handwerk will er auf jeden Fall bleiben. „Das macht einfach Spaß und hat Zukunft“, sagt er.

Wer sich für eine Ausbildung zum Holz- und Bautenschützer interessiert, kann sich bei der Norddeutschen Bausanierung unter der Telefonnummer 04141/53240 oder per Mail an info@norddeutsche-bausanierung.de informieren.

Quelle Text und Bilder: © 2026 TAGEBLATT  / Von Lena Stehr

Tim Schlichting (rechts) hat Brian Häßler ausgebildet. Foto: Stehr
Brian Häßler hat sich auf Abdichtungsarbeiten spezialisiert.
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