Ausgabe 02/2018
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Stromaufwärts an Elbe und Bille

Stromaufwärts an Elbe und Bille
So das Konzept des Stadtentwicklungsplanes Hamburg. „Wir schaffen hier die Grundlage für ein neues städtisches Quartier“, sagte seinerzeit Bürgermeister Olaf Scholz. Das Baubudget beträgt 68,4 Millionen Euro. Mit dem Neubau der Werkstätten sowie Kulissen-, Kostüm- und Maskenfundus entsteht nun im Gewerbequartier neuer Huckepackbahnhof im Billebogen ein moderner Gebäudekomplex für die Hamburgische Staatsoper. Bislang in verschiedenen Stadtteilen verteilt, befinden sich zukünftig alle Gewerke der Opernfundi und -werkstätten zusammengeführt an einem Standort. Daraus resultieren folglich bessere Arbeitsabläufe und -bedingungen für alle untergebrachten Gewerke, und davon gibt es viele: Schlosser, Tischler, Maler, Feinmechaniker, Plastiker, Gipser, Dekorateure.

Die Planungsunterlagen wurden vom Hamburger Büro DFZ Architekten erstellt und umfassen 3 Gebäudeteile: den Kulissenfundus, die Dekorationswerkstätten und den Kostüm- und Maskenfundus. Die herausgearbeitete Fassade aus speziell gekantetem Metall stellt den Schattenwurf eines Bühnenvorhangs dar.

Große Bühne auch für NDB – bei Montagehöhen von 15 Metern und mehr ist Konzentration auf allen Ebenen gefordert. Die Bauleitung vor Ort übernehmen Nils Erdmann und Karsten Kloss und haben alle Hände voll zu tun. Auf 4500 Metern Länge sind LED-Lichtbänder zu installieren, ebenso die gesamte Elektrotechnik, Stark- und Schwachstrom wie die Brandmeldeanlage, die EDV- und Videoanlage sowie die Mittelspannungsschaltanlage mit Transformator. Aufgrund der Arbeitshöhen kommen Scherenhubbühnen zum Einsatz, insgesamt 8 Stück stehen zur Verfügung. Das Auftragsvolumen für NDB liegt bei 1,6 Millionen Euro.
Witterungseinflüsse im Winter 2017/2018 verzögerten die Ausführung der Bauarbeiten erheblich, sodass der Zeitverlust von ca. drei Monaten durch Aufstockung des Montageteams auf derzeit über 30 Mann kompensiert werden muss. Das Ziel ist ehrgeizig. Denn nachdem im Dezember 2017 mit dem Kulissenfundus der erste Gebäudeteil fertiggestellt wurde, müssen die Arbeiten an den Dekorationswerkstätten und dem Kostüm- und Maskenfundus im Juli 2018 abgeschlossen sein, denn dann erfolgt der Einzug der Staatsoper Hamburg.

Fakten

Über das Unternehmen:
  • › Objektgesellschaft: IVK Immobilienverwaltung für Kultur GmbH & Co. KG
  • › Bauträger und Investor: städtisches Immobilienunternehmen Sprinkenhof GmbH
  • › Bruttogrundflächen in m² = Dekorationswerkstätten ca. 10.000, Kostüm- und Maskenfundus ca. 5.000 und Kulissenfundus ca. 6.500
  • › Jahresmiete: rund 3,4 Millionen Euro
Über das Projekt:
  • › Gesamtinvestitionssumme: 68,4 Millionen Euro
  • › NDB Auftragsvolumen: 1,6 Millionen Euro
  • › 4.500 m LED Lichtbänder
  • › bis zu 30 Monteure im Einsatz