Risikomanagement und Risikoanalyse

Die allgemeine Aufgabe eines Blitzschutzsystems ist es, Blitze aufzufangen, abzuleiten und den Blitzstrom in der Erde zu verteilen. Dadurch werden Schäden an baulichen Anlagen verhindert und Gefahren für Personen durch gefährliche Überspannungen abgewendet.

Grundlage für diese Funktionen ist die richtige Dimensionierung von Fangeinrichtung, Ableitungseinrichtung sowie die der Erdungsanlage. Die Dimensionierung Ihres individuellen Blitzschutzkonzeptes ist davon abhängig, in welche Blitzschutzklasse Ihre bauliche Anlage eingruppiert wird. Allgemein wird von folgender Beziehung ausgegangen:

 

 

Risiko (R) = N * P * L
N Häufigkeit der Blitzeinschläge
P Schadenswahrscheinlichkeit
L Konsequenz bzw. Verlustwert des Schadens
 

Die notwendige Schutzklasse wird unter anderem durch eine in der DIN EN 62305-2 (VDE 0185-305-2) vorgesehene Risikoanalyse im Rahmen eines vorausschauenden Risikomanagements ermittelt. So sollen die Risiken quantifiziert und objektiviert werden. Es entsteht ein für alle Beteiligten nachvollziehbares Konzept für ein Blitzschutzsystem, welches nach technischen und ökonomischen Gesichtspunkten optimiert ist.

Eine alternative und vereinfachte Form der Schutzklassenermittlung bieten die unverbindlichen Richtlinien zur Schadenverhütung der VdS-Richtlinie 2010 (Risikoorientierter Blitz- und Überspannungsschutz).

Unsere Experten stehen Ihnen für eine Analyse Ihres Gebäudes und die Einordnung in die entsprechende Schutzklasse gerne zur Verfügung.