Überspannungsschutz

Um Niederspannungs-Verbraucheranlagen, Antennenanlagen, Telekommunikationsanlagen und Datennetze wirkungsvoll gegen den elektromagnetischen Blitzimpuls zu schützen, werden für den Potentialausgleich dieser elektrischen Leitungen Überspannungsschutzgeräte (Surge Protective Devices) eingesetzt. Die VDE 0185 schreibt an jedem Übergang von einer Blitzschutzzone zur nächsten einen Überspannungsschutz vor. Je nach Übergang sind die Schutzstufen Class I-III definiert:

SPD Class I

Der Überspannungsschutz SPD Class I muss an allen Einführungen von elektrischen Leitungen in den Schutzbereich des äußeren Blitzschutzes eingesetzt werden. Er ist blitzstromtragfähig, das heißt er leitet den vollen Blitzstrom ab indem er die Energie auf alle Leiter an der Hauseinführung verteilt. Dabei treten jedoch für elektronische Geräte gefährliche Überspannungen im Versorgungsnetz auf, die sich auch auf die benachbarten Gebäude auswirken. Der Überspannungsschutz Class I ist für Gebäude mit äußerem Blitzschutz zwingend erforderlich.

SPD Class II

Überspannungsschutzgeräte SPD Class II reduzieren das von SPD Class I hergestellte Spannungsniveau von ca. 4kV weiter auf etwa 2,5 kV. Sie werden vorwiegend in Verteilern eingesetzt, sind aber nicht blitzstromtragfähig.


SPD Class III

Überspannungsschutzgeräte SPD Class III reduzieren die Überspannung Class II auf ein für elektronische Geräte ungefährliches Maß von etwa 1,5 kV. Sie werden in Überspannungsschutz-Steckdosen, Überspannungsschutz-Steckdosenadaptern und Endgeräten eingesetzt.

Nur der konsequente Aufbau des beschriebenen mehrstufigen Überspannungsschutzes im Rahmen des Blitzschutzzonenkonzeptes schützt vor Personenschäden und verhindert Schäden an Elektroanlagen sowie den angeschlossenen Geräten.

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