Planung eines Blitzschutzsystems
3. Risikomanagement und Risikoanalyse |
Hintergrundwissen: Risikomanagement und Risikoanalyse
Die allgemeine Aufgabe eines Blitzschutzsystems ist es, Blitze
aufzufangen, abzuleiten und den Blitzstrom in der Erde zu
verteilen. Dadurch werden Schäden an baulichen Anlagen verhindert
und Gefahren für Personen durch gefährliche Überspannungen
abgewendet.
Grundlage für diese Funktionen ist die richtige Dimensionierung von
Fangeinrichtung, Ableitungseinrichtung sowie die der Erdungsanlage.
Die Dimensionierung Ihres individuellen Blitzschutzkonzeptes ist
davon abhängig, in welche Blitzschutzklasse Ihre bauliche Anlage
eingruppiert wird. Allgemein wird von folgender Beziehung
ausgegangen:
Risiko (R) = N * P * L | |||
N | Häufigkeit der Blitzeinschläge | ||
P | Schadenswahrscheinlichkeit | ||
L | Konzequenz bzw. Verlustwert des Schadens | ||
Die notwendige Schutzklasse wird unter anderem durch eine in der
DIN EN 62305-2 (VDE 0185-305-2) vorgesehene Risikoanalyse im Rahmen
eines vorausschauenden Risikomanagements ermittelt. So sollen die
Risiken quantifiziert und objektiviert werden. Es entsteht ein für
alle Beteiligte nachvollziehbares Konzept für ein
Blitzschutzsystem, welches nach technischen und ökonomischen
Gesichtspunkten optimiert ist.
Eine alternative und vereinfachte Form der Schutzklassenermittlung
bieten die unverbindlichen Richtlinien zur Schadenverhütung der
VdS-Richtlinie 2010 (Risikoorientierter Blitz- und
Überspannungsschutz).
Unsere Experten stehen Ihnen für ein Analyse Ihres Gebäudes und die Einordnung in die entsprechende Schutzklasse gerne zur Verfügung.


